News zur Auswanderung der Ostfriesen

Während wir im Heimatmuseum eine Onlineausstellung zur Auswanderung erabeitet haben, können Sie im Landesmuseum Emden eine Sonderausstellung besuchen, welche Emden als Auswandererhafen in den Mittelpunkt rückt.

Die Themen der beiden Ausstellung ergänzen sich und bieten gemeinsam eine umfassende Schau auf die Auswanderung aus Ostfriesland

Blif hier, Johann! Wat wullt du in Amerika!

Emden als Auswandererhafen

Die Geschichte der Auswanderung in Ostfriesland 1845 – 1914

Sonderausstellung in den Pelzerhäusern11+12 des Landesmusems Emden

1. September – 24. November 2013

 

Im April 1914 wurde die erste Auswandererlinie zwischen Emden und den Vereinigten Staaten von Amerika in Betrieb genommen. In den wenigen Monaten bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs verließen 3.772 Menschen über Emden den Kontinent. Heute ist das kurze Kapitel der Stadt als Auswandererhafen fast vergessen. Nichts erinnert mehr an die großen Auswandererhallen der HAPAG, die einst auf dem Gelände der ehemaligen Ültjefabrik für Wirtschaftsflüchtlinge, vor allem aus Osteuropa, errichtet wurden.

 

Zum 100jährigen Jubiläum des Baus der Auswandererhallen in Emden greift das Ostfriesische Landesmuseum Emden das Thema Auswanderung in der Ausstellung Blif hier, Johann! Wat wullt du in Amerika! auf. Darin können die Besucher die vielen Facetten von Auswanderung nachverfolgen. Im Fokus stehen dabei die Motive für eine Auswanderung, die Hoffnungen auf ein besseres Leben und die Hindernisse, die überwunden werden mussten, bevor die Auswanderer ihr Glück in den USA finden konnten. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist die wirtschaftliche Bedeutung der Auswanderung, insbesondere das Streben der Stadt Emden sich als Auswandererhafen zu etablieren, um so der wirtschaftlichen Entwicklung des Hafens einen nachhaltigen Impuls zu geben.

 

Bei den Recherchearbeiten wurden bisher weitestgehend unbekannte Fotos und Dokumente zum Thema entdeckt. Diese werden teilweise erstmals nach über 80 Jahren wieder für die Öffentlichkeit zu sehen sein. Hinzu kommen detailliert recherchierte ostfriesische Auswandererbiografien, die so manche Überraschung bereithalten.